Alles wirkliche Leben ist Begegnung.      Martin Buber

11.04.2010 Haydn-Schubert, Orpheus Klaviertrio

M201                                         

                                                                                                 

Haydn – Martin - Schubert

Trio-Abend

Orpheus Klaviertrio

Bernhard Pillwein-Rose, Violine

Ceciel Strouken, Violoncello

Martin Pillwein, Klavier

Sonntag, 11. April 2010 um 17 Uhr

Bürgerzentrum Lichtenwald

Vorverkauf 10 Euro, Tageskasse 12 Euro

 

 J. Haydn (1732-1809)

Klaviertrio Hob. XV:21 C-Dur

 F. Martin (1890-1974)

Trio über irländische Volksweisen

F. Schubert (1779-1828)

Klaviertrio op. 100 Es-Dur

 

 Das Programm dieses Konzerts besticht durch seine stilistische Bandbreite, von der Wiener Klassik eines Joseph Haydn über die „klassische“ Romantik eines Franz Schubert bis zur Moderne, vertreten durch eine Komposition aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Frank Martin.

Joseph Haydns (1732-1809) C-Dur-Trio XV:21 entstand um 1795. Es beginnt mit einem Adagio pastorale, das schon nach sechs Takten in ein Vivace assai umschlägt, ein großer Sonatensatz, der den „pastoralen“ Charakter über die teilweise stürmische Durchführung und einige überraschende Eintrübungen in der Reprise hinweg festhält. Der zweite Satz, Andante molto,  verbindet Variationensatz und dreiteilige Liedform. Das Finale, Presto, wieder ein Sonatensatz, steigert den Ton des 1. Satzes zu einem wilden Tanz all’ongarese, sehr viel wilder und ungebärdiger als das berühmte Finale des G-Dur-Trios XV:25.

Frank Martin (1890-1974) fand nach langem Reifungsprozess zu einem Stil, in dem konstruktive, von Schönbergs Zwölftonreihe abgeleitete Gestaltungsmittel formbildend werden. Sein vor dieser Stilfindung 1925 komponiertes „Trio über irländische Volksweisen“ entstand nach seinen eigenen Worten zu einer Zeit, in der formal und harmonisch nichts Neues in Sicht war, und er deshalb seine Freude daran fand, den Schwerpunkt auf rhythmische Experimente und Kapriolen zu verlegen.

Franz Schuberts (1797-1828) Klaviertrio Es-Dur op. 100 stammt aus dem Jahre 1827. Ein Jahr vor seinem Tod entstanden ist es ein Werk mit vier großangelegten Sätzen, kompositorisch äußerst kunstvoll in seiner Verarbeitung und kontrapunktischen Verknüpfung der Themen und Sätze wie auch in seinem kontrastreichen und weitgefächerten emotionalen Spektrum. Das gedämpfte Pathos dieses bisweilen auch als Trauermarsch empfundenen, geradezu magisch unter die Haut gehenden Themas ist zugleich Zentrum und Drehpunkt des gesamten Werkes.

 Veranstalter: ARTlichtenwald . Ltg. Lotte Hermann . Junger Geiger 1 . 73669 Lichtenwald . 07153 41502 . Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.